Trockene und feuchtigkeitsarme Haut ist ein weit verbreitetes Problem. Wer darunter leidet, greift gerne zu besonders reichhaltigen Cremes und rückfettenden Reinigungsprodukten. Umso überraschender und kaum vorstell, ist es, dass manche dieser Produkte langfristig sogar zusätzlich zur Austrocknung der Haut beitragen. Ein Grund dafür ist der sogenannte Wash-Out-Effekt.
Was ist der Wash-Out Effekt?
Der Begriff Wash-Out beschreibt ein unerwünschtes Phänomen, bei dem die natürlichen Lipide der Haut nach und nach ausgewaschen werden. Dadurch wird die Hautbarriere geschwächt und die Haut verliert zunehmend ihre Fähigkeit, Feuchtigkeit zu speichern.
Insbesondere bei trockener, feuchtigkeitsarmer oder empfindlicher Haut kann dieser Effekt eine ursächliche Rolle spielen.
Wo liegt das Problem?
Diese Wirkung wird von Fachleuten entweder in Kauf genommen oder manchmal auch bewusst eingesetzt. Weil eine stark gereinigte Haut anschließend reichlich Creme braucht. Viele konventionelle Formulierungen basieren auf chemischen Emulgatoren, die häufig unter Verwendung von Polyethylenglycol hergestellt werden. Diese Stoffgruppe wird als PEG bezeichnet und ist in der sogenannten INCI häufig als Abkürzung sichtbar. INCI steht für International Nomenclature of Cosmetic Ingredients. Es handelt sich um die international einheitliche Bezeichnung aller Inhaltsstoffe in Kosmetikprodukten. So können sie bei jedem Kosmetik Produkt unter „Ingredients“ nachlesen, ob PEGs enthalten sind.
Ein Blick auf die Verpackung kann zeigen, wie viele PEG-haltige Produkte täglich verwendet werden. Selbst in Apothekenkosmetik sind sie weit verbreitet.
Emulgatoren haben die Aufgabe, Fett und Wasser miteinander zu verbinden. Erst durch sie entsteht eine stabile Emulsion. Ein bekanntes natürliches Beispiel ist Milch.
Emulgatoren besitzen einen fettliebenden (lipophilen) und einen wasserliebenden (hydrophilen) Anteil. Dadurch können sie sich gleichzeitig mit Fett und Wasser verbinden und zwischen beiden eine stabile Verbindung herstellen.
Im Laufe der Zeit wurden immer leistungsstärkere Emulgatoren entwickelt, die auch schwer verbindbare Stoffe wie Mineralöle oder Silikone zuverlässig stabilisieren. Diese hohe Bindungskraft wirkt jedoch nicht nur innerhalb der Creme, sondern kann auch mit den natürlichen Lipiden der Haut interagieren.
Darum führt der Wash-Out Effekt zur Austrocknung der Haut
Wird ein PEG-haltiges Kosmetikprodukt auf die Haut aufgetragen, kann sich überschüssiger Emulgator mit den hauteigenen Fetten verbinden. Kommt anschließend Wasser hinzu – etwa bei der Reinigung – bindet sich der wasserliebende Teil des Emulgators an die Flüssigkeit.
Beim Abspülen wird dann nicht nur Schmutz entfernt, sondern unter Umständen auch ein Teil der natürlichen Hautlipide.
Dadurch kann der natürliche Hydrolipidmantel geschwächt werden. Die Hautbarriere verliert an Stabilität und ihre Fähigkeit, Feuchtigkeit zu speichern.
Woran erkennt man den Wash-Out Effekt?
Der Wash-Out-Effekt entwickelt sich meist schleichend und wird deshalb oft nicht erkannt.
Mögliche Anzeichen sind:
- trockene oder feuchtigkeitsarme Haut
- Spannungsgefühle nach der Reinigung
- erhöhte Empfindlichkeit
- häufiger Pflegebedarf
- Brennen oder Irritationen
- ein dauerhaft trockenes Hautgefühl trotz reichhaltiger Pflege
Viele Betroffene versuchen die Trockenheit durch immer mehr Pflege auszugleichen, obwohl die eigentliche Ursache möglicherweise in der täglichen Reinigung oder in ungeeigneten Formulierungen liegt.
Welche Folgen kann die Austrocknung der Haut haben?
Wird die Hautbarriere dauerhaft geschwächt, kann die Haut Feuchtigkeit immer schlechter speichern. Gleichzeitig wird sie anfälliger für äußere Belastungen und Irritationen.
Auch das natürliche Gleichgewicht des Hautmikrobioms kann darunter leiden.
Aggressive Reinigungsprodukte und Sulfate können die Haut zusätzlich belasten.
Reinigung ohne Wash-Out Effekt
CHRISTINE NIKLAS Kosmetik verzichtet konsequent auf PEGs. Unsere Reinigungsprodukte wurden entwickelt, um die Haut schonend zu reinigen und die Hautbarriere möglichst wenig zu belasten.


